2008-11-25

Immunität gegen

Stecknadeln erwarb ich als Kind einer Modellschneiderin. Auch meine Geschwister und sogar der Hund waren immun.
Je nach Fertigstellungsgrad der Kinderkleidung waren die Zuschnitte häufig nur zusammengesteckt, und je nach Mutterns Arbeitspensum wurde beim Zusammennähen die ein oder andere Nadel in der Naht vergessen. In Hosen und Hemden fanden sich diese recht schnell, in Jacken manchmal erst nach monatelangem tragen. Wir spielten mit Stecknadeln, zum Beispiel Nadelmuster auf dem Teppich auslegen, oder herausfinden wie viele Nadeln längs untereinander an einem Magneten hängen können.
Neben praktiziertem Fakirwesen waren das Blättern in Mutters Skizzenbuch (Modellentwürfe aus den 50ern bis in die späten 70er) und das Spielen mit Schnittmusterbögen immer wieder kurzweilig.

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